Samstag, 11. November 2017

Florenz zum dritten


Uff, es ist vollbracht! Fast einen Monat nach der Rückkehr aus Florenz sind nun die wichtigsten Kulturstätten auf der Website verabeitet. Hier ist der Link dazu:

http://www.artfritz.ch/museen_florenz_ueberblick.html



Zu den letzten Einträgen gehören ein paar echte Highlights. Da ist mal die Brancacci-Kapelle in der Kirche Santa Maria del Carmine mit den grossartigen Fresken von 
Superstar MASACCIO


Und in der Basilika San Lorenzo sind es die Cappella dei Principi und die Medici-Gräber mit den beeindruckenden Grabskulpturen von MICHELANGELO.



Im Kloster San Marco, das heute ein Museum ist, kann man hautnah miterleben, wie die Mönche im Mittelalter gelebt haben. Und was für tolle Kunstwerke die «Fra» hinterlassen haben. Allen voran FRA ANGELICO
Hier gibts mehr:





Sonntag, 29. Oktober 2017

Neues aus Florenz

Die Verarbeitung der Florenz-Reise macht Fortschritte – einige der bedeutenden Stationen sind jetzt im Netz. Wie die «Galleria degli Uffizi» mit der grossartigen Sammlung italienischer Kunst. Mit Werken von Leonardo, Botticelli, Raffael... 



Oder wer sich ein Bild machen will, wie sich die Medicifürsten mit Kunst umgaben, findet Interessantes im «Palazzo Vecchio»: 
http://www.artfritz.ch/MUSEEN/florenz_palazzo-vecchio.html


Einen Überblick über die grossen Könner des 16. Jahrhunderts zeigt die Sonderausstellung «Il Cinquecento a Firenze». Hier ein Werk des florentiner Manieristen Jacopo Pontormo (1494-1557). «Deposizione», 1525-28. Das Gemälde ist normalerweise in der Kirche Santa Felicità zu sehen. Zurzeit an der Ausstellung im Palazzo Strozzi (noch bis 21. Januar 2018).



Hier gehts zur Einstiegseite «Florenz: Highlights der Kunst»:

http://www.artfritz.ch/museen_florenz_ueberblick.html

Mittwoch, 18. Oktober 2017

Florenz – Stadt der Kunst


Zurück aus Florenz. Was für eine Stadt! Andere Städte haben auch grossartige Museen und reiche Kunstschätze. Aber keine ist so kompakt wie Florenz. Hier pendelt man zu Fuss von einem Highlight zum anderen. Auf wenigen Kilometern ballt sich ein unermesslicher Kunstschatz, der über Jahrhunderte hinweg zusammengetragen wurde. Begonnen hat das mit den Medici, die begeisterte Kunstfans und Kunstförderer waren. 

Die Verarbeitung des Gesehenen auf artfritz.ch wird einige Wochen dauern... 
Etwas ist schon im Netz. 

Hier:  http://www.artfritz.ch/museen_florenz_ueberblick.html






Montag, 2. Oktober 2017

Museum Franz Gertsch, Burgdorf


Das hübsche Städtchen Burgdorf BE ist eine Reise wert! Im Museum Franz Gertsch gibt es Kunst der besonderen Art zu sehen: Fotorealismus vom Feinsten. In XXL-Format. Man glaubt, Fotos zu sehen – aber es sind Gemälde. Oder noch extremer: Einige sind Holzschnitte! Holzschnitte? Das sind doch normalerweise flächige, schwarze Abbildungen. Aber nicht bei Franz Gertsch. Bei ihm sind die Holzschnitte so detailreich wie ein Fotodruck. Basierend auf tausenden, ja hunderttausenden von Punkten, die der Künstler in mühsamer Arbeit in die hölzerne Druckplatte gestochen hat. Wer dem Geheimnis auf die Spur kommen möchte, der sollte im Museum in Burgdorf den kurzen Lehrfilm anschauen, wie so eine Druckplatte entsteht. Da staunt man nur noch.



Mehr: http://www.artfritz.ch/kuenstler/gertsch.html



Gleichzeitig findet im Museum Franz Gertsch in Burgdorf eine Sonderausstellung zum 40. Todestag von Varlin statt (läuft noch bis 4. März 2018). Der Zürcher Künstler (1900-1977) hiess mit richtigem Namen Willy Guggenheim und verkehrte in den 20er-Jahren des letzten Jahrhunderts in den Pariser Kreisen der Avantgardisten. Sehenswert. 



Mehr: http://www.artfritz.ch/kuenstler/varlin.html

Montag, 18. September 2017

Auf nach Florenz!


Reisevorbereitung für Florenz. Da gibt es ein Buch, das unbedingt ins Gepäck gehört: «Künstler der Renaissance» von GIORGIO VASARI. Eine Sammlung von Biographien der bedeutendsten italienischen Maler und Architekten. 

Künstlerbiographien gibt es viele, aber die ist speziell: Sie wurde um 1550 publiziert! Da hatte Vasari, der von 1511-1574 lebte, zu einigen der Superstars wie Michelangelo oder Leonardo noch persönlichen Kontakt!

Vasari greift aber auch weiter zurück, 300 Jahre vor seiner Zeit. Bis zu Cimabue (geb. 1240) oder Giotto di Bondone (geb. 1266), dem Begründer der Renaissance. 



Mehr über Vasari:
http://www.artfritz.ch/kuenstler/vasari.html

Mehr über Giotto di Bondone:
http://www.artfritz.ch/kuenstler/giotto.html


Samstag, 2. September 2017

Auguste Rodin und Camille Claudel


Zurzeit läuft der Film RODIN. Es ist ein Biopic über die Phase des grossen französischen Bildhauers Auguste Rodin (1840-1917) mit seiner Muse Camille Claudel, mit der er ein Jahrzehnt lang eine leidenschaftliche Liaison hatte. Der Film zeigt in emotionalen Bildern, wie sich die beiden Verliebten mit der Zeit auseinander lebten und nur noch stritten. Bis sie den grossen Meister für immer verliess. Rodin wird von Vincent Lindon gespielt, Camille von Izïa Higelin. 




Wer sich vor dem Kinobesuch über Rodin und einige seiner berühmtesten Werke schlau machen will, findet hier mehr:

http://www.artfritz.ch/museen_paris_rodin.html




Samstag, 26. August 2017

Sammlung Hahnloser in Bern


Nicht verpassen...

Manchmal besucht man eine Ausstellung nicht sofort, weil man denkt «die läuft ja noch ewig». Und dann verpasst man sie. Weil die Zeit so schnell vergeht. Die Ausstellung der Sammlung Hahnloser zu verpassen, wäre schade. 

Sie läuft im Kunstmuseum Bern (bis 11. März 2018) und zeigt Highlights von Schweizer Avantgardisten und von berühmten Franzosen der Moderne: Cézanne, Bonnard, Matisse und so. 


Félix Vallotton (1865-1925). La Blanche et la Noire, 1913. 
Hahnloser/Jaeggli-Stiftung, Kunstmuseum Bern.


Was das Sammlerpaar Arthur und Hedy Hahnloser in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts  zusammen getragen hat, ist faszinierend. Möglich war das, weil sich die Hahnloser für Künstler engagierten, die damals noch kaum bekannt oder zumindest umstritten waren: Félix Vallotton, Giovanni Giacometti, Pierre Bonnard, Henri Matisse... Die Sammler pflegten nicht nur freundschaftliche Kontakte zu diesen Künstlern, sie kauften ihre Werke auch und bauten so ihre Sammlung auf...

Weiterlesen: http://www.artfritz.ch/AUSSTELLUNGEN/hahnloser-ausstellung_kunstmuseum_bern_2017.html 


Henri Matisse (1869-1954). Odalisque debout, 1918-19. 
Hahnloser/Jaeggli-Stiftung, Kunstmuseum Bern.


Sonntag, 20. August 2017

Tizian (1490-1576)

Tiziano Vecellio ist der berühmteste Künstler Venedigs und zählt zum Kreis der bedeutendsten Vertreter der Hochrenaissance, zusammen mit Raffael, Leonardo und Michelangelo. Sein Markenzeichen sind die strahlenden Farben. Mit seinem Stil beeinflusst er ganze Maler-Generationen – weit über Italien hinaus. Rubens und Rembrandt, Poussin und Delacroix, sie alle sind seine Jünger.

Wann Tizian zur Welt kommt, weiss heute niemand mehr. Im Sterberegister von Venedig steht: «Er starb im Alter von 103 Jahren». Geburtsjahr wäre also…

Weiterlesen: http://www.artfritz.ch/kuenstler/tizian.html



Kaiser Karl V ist sein grösster Fan. Weil Tizian nicht nur malen kann, sondern auch schönen. Hässliche Gesichter in schöne verwandeln. Und Karl V ist nun wirklich hässlich mit seinem extrem vorstehenden Kinn. Aber auf den Gemälden von Tizian kommt er ganz passabel daher. Der Kaiser ist so begeistert, dass er den Künstler zum «Ritter vom Goldenen Sporn» schlägt. Normalerweise darf sowas nur der Papst. Aber als Kaiser... Notabene: auch Wolfgang Amadeus Mozart ist so ein Ritter. Und Benito Mussolini auch.

Mehr über Kaiser Karl V: http://www.artfritz.ch/GESCHICHTE/karl_V.html

Montag, 14. August 2017

Giorgio Vasari

Giorgio Vasari (1511-1574),
der erste Kunsthistoriker und Verfasser von Künstler-Biographien.

Er selbst war auch Künstler, sogar Hofmaler bei den Medici in Florenz. Berühmt wurde er aber, weil er Biographien über die grössten italienischen Maler verfasst hat. Von Giotto und Cimabue bis Leonardo und Michelangelo. Sein bekanntestes Werk heisst «Künstler der Renaissance» und wird noch heute als beste Quelle für Lebensläufe der Malergrössen verwendet. Vasari gilt auch als der «Erfinder» der Ausdrücke «Gotik» und «Renaissance».



Keine andere Quelle der Renaissance verrät so viel über die Künstler, ihre Eigenarten und Persönlichkeiten. Das Bild von Größen wie Leonardo und Michelangelo ist mindestens so sehr von Vasaris Viten geprägt wie von ihren Werken. Praktisch jede populäre Schrift und jeder Film basieren auf Vasaris Schilderungen, die jedoch alles andere als neutral sind. Erst die moderne historische Forschung hat viele Unstimmigkeiten in Vasaris Werk aufgedeckt. 

Mehr: http://www.artfritz.ch/kuenstler/vasari.html




Samstag, 5. August 2017

Abtauchen in Ägypten



Zu heiss draussen? Oder Regen? Ab ins Museum! 
Zurzeit läuft eine wunderbare Ägypten-Ausstellung im Museum Rietberg in Zürich. 



Zu sehen sind versunkene Schätze, zu denen man bei Alexandria abgetaucht ist. In eine antike Stadt, von der man kaum etwas wusste: Thonis-Herakleion. Eine einst blühende Handelsstadt, vor mehr als 1000 Jahren versunken. Die Ausstellung lässt sie wieder aufleben. Aber Achtung: Nur noch bis 13. August!

Mehr: http://www.artfritz.ch/AUSSTELLUNGEN/osiris_rietberg_2017.html

Montag, 31. Juli 2017

Otto Freundlich

Im Kunstmuseum Basel läuft zurzeit eine Ausstellung über Otto Freundlich (noch bis 10. September 2017). Sie erzählt von einem unfassbaren Künstlerschicksal während der Nazizeit. Ein Besuch lohnt sich (schon wegen der gewaltigen Sammlung des Kunstmuseums, die immer wieder neu gehängt wird). 

Wer war Otto Freundlich? Einer der ersten Vertreter der abstrakten Kunst.

Zusammen mit 170 Berliner Künstlern gründete er die «Novembergruppe». Die Gruppe bezeichnete sich als «radikal und revolutionär». Ihren Malstil nannte sie «Kubofutoexpressionismus», eine Zusammenfassung von Kubismis, Futurismus und Expressionismus. Die Nationalsozialisten schimpften die Mitglieder Bolschewisten und verurteilten deren abstrakte Kunst. 1933 liess Hitler die Gruppe auflösen. 



Während der Nazi-Diktatur wurde Otto Freundlich als «entarteter Künstler» gebrandmarkt – und als Jude verfolgt. Seine Werke wurden aus den deutschen Museen entfernt. Zu Beginn des Zweiten Welkriegs internierte man ihn in Frankreich. Picasso setzte sich für ihn ein, erreichte seine Freilassung. Freundlich floh nach Saint-Paul-de-Fenouillet in die Pyrenäen, wo er sich zunächst sicher fühlte, weil dieser Teil Frankreichs zum Vichy-Regime gehört. Ein Versuch, in die USA zu gelangen, misslang. Schliesslich wurde er von französischen Kollaborateuren denunziert. Im Februar 1943 verhafteten ihn die Nazis und deportieren ihn – zusammen mit weiteren 1000 Juden – nach Osten. Wie er starb, ist nicht gesichert. Entweder schon auf dem Transport oder dann in einem der Vernichtungslager, Majdanek oder Sobibor.

Weitere Infos und Bilder hier: http://www.artfritz.ch/kuenstler/freundlich.html 



Freitag, 28. Juli 2017

Michelangelo in Brügge

Lieber Kunstfreund. 
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Mit der Verarbeitung der Belgien-Kunstreise bin ich nun durch. Rubens in Antwerpen, Magritte in Brüssel, Jan van Eyck in Gent (mit dem weltberühmten Genter Altar. Und in Gent gibt es auch noch das grossartige «Museum voor Schone Kunsten» mit den besten flämischen Künstlern).

Fehlt noch ein ganz grosses Werk: Die Brügger Madonna. Da steckt ja kein flämischer Meister dahinter, sondern der Superstar der Renaissance, der Italiener Michelangelo. Aber wie kam dieses Werk nach Brügge? Es soll die einzige Skulptur Michelangelos sein, die zu seinen Lebzeiten Italien verlassen hat. 



Eigentlich war die «Madonna mit Kind» für den Hochaltar der Domkirche in Siena bestimmt. Der grosse Meister hatte den Auftrag von Kardinal Francisco Piccolomini (1439-1503) bekommen. Der Kardinal wurde später sogar Papst, aber leider etwas zu spät. Erst im September 1503. Einen Monat später starb er – als Papst Pius III. Und die von ihm bestellte «Madonna mit Kind» erlebte er nicht mehr.

Michelangelo Buonarroti (1475-1564) führte die Arbeit trotzdem aus. 1505 war das feine Werk aus Carraramarmor vollendet. Und er fand dafür einen Käufer. Den Brügger Kaufmann Alexandre Mouscron. Bis zur Verschiffung verging noch ein Jahr. Die schöne Madonna kam zunächst bei der Familie Mouscron unter. Dann, 1514, stiftete sie Alexandre Mouscron der Liebfrauenkirche in Brügge...

Weiterlesen: http://www.artfritz.ch/MUSEEN/brugge_notredame_michelangelo.html


Donnerstag, 20. Juli 2017

Jan van Eyck



Jan van Eyck (1390-1441). Ist er der «König unter den Malern», wie ihn einige der Experten bezeichnen? Ein Grosser ist er allemal, einer der bedeutendesten Künstler seiner Epoche nördlich der Alpen. Mit ihm begann maltechnisch eine neue Ära: Er verwendete neben den traditionellen Tempera- und Wasserfarbensystemen auch Ölfarben. 

Eines der meistbeachteten Gemälde in der NATIONAL GALLERY in London ist die ARNOLFINI-HOCHZEIT von 1434. Hier stauen sich die Leute. Weil es auf diesem Bild so viele Details zu entdecken gibt. Zum Beispiel: Die Hochzeit ist eine morganatische. Heisst: Ein sozial höher gestellter Mann ehelicht eine tiefergestellte Frau. Zu erkennen daran, dass sie ihre Hand in seine geöffnete Hand legt. Mit der Rechten leistet er den Eheschwur. Das Gemälde strotzt nur so von Symbolen. Die Frau ist als Madonna dargestellt, Kleider und Raumausstattung zeigen den Reichtum des Paares. Der Hund steht symbolisch für die Treue, die Schuhe am Boden bedeuten: das ist der heilige Boden der Ehe. Der Text über dem Spiegel sagt: «Johannes de Eyck fuit hic» (war hier). Vermutlich war er Trauzeuge. 

Mehr: http://www.artfritz.ch/kuenstler/van–eyck.html


Der GENTER ALTAR von Jan van Eyck (Fotoquelle closertovaneyck.kikirpa.be)



Sein berühmtestes Werk ist der Genter Altar. Der riesige, fast 4 Meter hohe Flügelaltar steht in der Kathedrale St. Bavo in Gent. Er gilt als das bedeutendste Kunstwerk des Mittelalters und stammt aus dem Jahr 1432. Der Zustrom der Menschen ist enorm. Mehr als 700'000 Besucher aus der ganzen Welt wollen dieses Juwel spätgotischer Malerei jedes Jahr sehen.

Der Altar hat eine bewegte Geschichte hinter sich, wurde mal von Napoleon, mal von den Nazis entführt. Und einmal wurden sogar zwei Tafeln geklaut und der Bischof damit erpresst...

Mehr: http://www.artfritz.ch/kuenstler/van–eyck.html